Schrammelwoche KW1-3 mit Alien Nosejob, Chubby And The Gang, Dark Thoughts, Mint Mind, The Good The Band and The Zugly, Turbostaat

2020 fing in Sachen Schrammelrock eher langsam an, was ja auch mal angenehm sein kann. So kommt man endlich mal dazu, all die Platten zu hören, für die man meist viel zu wenig Zeit hat. Jetzt rollt das Jahr aber so langsam an, sodass wir für euch die besten Platten aus den ersten drei Wochen zusammengetragen haben: Alien Nosejob, Chubby And The Gang, Dark Thoughts, Mint Mind, The Good The Bad and The Zugly und Turbostaat.

Alien Nosejob –
Suddenly Everything Is Twice As Loud (Drunken Sailor Records)

Herrlich naiv-bekloppter Ritt durch Schrammelpunk, Power- und Psych-Pop. Alien Nosejob ist ein Soloprojekt von Jake Robertson von den Ausmuteants – und das hört man hier und da auch. Alles in allem ein kurioser Spaß aus der Nische, für die Drunken Sailor Records bekannt ist.

Chubby And The Gang – Speed Kills (Static Shock Records)

Dreckiger, vom Motörhead inspirierter Pop-Punk? Shut up and take my money! Vom Cover über die Gang Vocals bis zu den Gitarrensoli – hier stimmt von vorne bis hinten einfach alles. Schwer vorstellbar, dass „Speed Kills“ die erste Platte der Band aus London ist – isses aber. Das bisher stärkste Schrammelpunk-Debüt des Jahrzehnts!

Dark Thoughts – Must Be Nice (Drunken Sailor Records)

Sie haben es schon wieder getan. Dark Thoughts aus Philadelphia liefern ihren nächsten Pop-Punk-Kracher ab – und eines der ersten ganz großen Jahres-Highlights. Auf „Must Be Nice“ geht das Trio vom Gaspedal einfach gar nicht mehr runter, sodass sich Hit an Hit reiht. Wahnsinn, aber Dark Thoughts haben nach „At Work“ ernsthaft noch mal eine Schippe draufgelegt. 2:0 für Drunken Sailor diese Woche.

Mind Mind – Thoughtsicles (The Upper Room)

Geiler Slacker-Rock wie direkt aus dem 90ern in eure Gehörgänge gepumpt. Rick McPhail mit seiner eigenen Band Mint Mind geht die Sache zunächst an wie die wöchentliche Alt-Rock-Stunde im lokalen College-Radio anno 1993 – soweit so gut. Spätestens beim Titeltrack, einer zehnminütigen Gitarrenorgie, ergibt aber plötzlich alles Sinn und es macht Klick. Starke Platte vom letzten Hamburger Toco!

The Good The Bad and The Zugly –
 Algorithm & Blues

The Good The Bad and The Zugly und ihr viertes Album „Alogorithm & Blues“ haben wir euch neulich schon ans Herz gelegt – jetzt isses draußen. Ganz nach schwedischer Tradition gibt es darauf biertrunkenen Deathpunk, den man dieses Jahr sicherlich noch auf der ein oder anderen Festivalbühne erleben darf. Weltturbojugendtage anyone?

Turbostaat – Uthlande (PIAS Recordings)

Mit „Uthlande“ schaffen es Turbostaat zum achten Mal in Folge, spannende Geschichten in Punkrock-Hymnen zu formen, die sich tief ins Gehirn einfräsen und einfach da bleiben. Songs wie „Rattenlinie Nord“, „Ein schönes Blau“ oder „Hemmingstedt“ dürften künftig feste Bestandteile des Live-Sets der Husumer werden. Besonders ist dies mal die groovy Bassarbeit von Tobert hervozuheben. Einfach gut.