Schrammelwoche KW39 mit Lingua Nada, Shanti Shantih, Slump, Thigh Master, Wolf Mountains

„The Weekend is here again“ singen euch nicht nur Shantih Shantih auf ihrer neuen Platte, sondern auch die Schrammel Brothers. Denn ein neues Wochenende heißt auch wieder neue Tonträger. Hier kommen die Alben der Woche mit Lingua Nada, Shantih Shantih, Slump, Thigh Master und Wolf Mountains.

Lingua Nada – Djinn (Mechanik)

Letzte Woche noch auf dem Reeperbahn Festival abgeräumt – heute schon mit dem neuen Album in der Schrammelwoche: Lingua Nada aus Leipzig. Auch auf der dritten Platte hat der Wahnsinn eindeutig Methode. „Djinn“ ist abermals ein wilder Ritt durch alle Genres, die es gibt, und vor allem der nächste Beweis, dass Lingua Nada derzeit eine der interessantesten Bands aus Deutschland ist.

Shantih Shantih – Someone, Anyone?

Mit ihrem gemütlich „Someone, Anyone?“ läuten Shantih Shantih aus Atlanta bei uns den Herbst ein. Kein Gedresche, kein Geholze, kein Stress, sondern einfach nur lieblich-psychedelischer Surf-Rock mit Doo-Wop-Harmonien – hier ist der Name eben Programm.

Slump – Flashbacks From Black Dust Country

Ein abgefahrenes Krach- und Space-Rock-Inferno fackeln Slump hier auf ihrem Debütalbum ab. Das Quartett aus Richmond verbindet wilden Space-Rock a la Hawkwind mit krachigem Psych Punk und ersäuft das Machwerk dermaßen in Reverb, dass man am Ende nicht mehr weiß, wo eigentlich oben und unten ist. Geil!

Thigh Master – Now For Example (Goner Records)

Thigh Master wabern schon seit einigen Jahren in der Schrammelrockszene umher und wagen mit ihren zweiten Album jetzt den Sprung von ihrer Homebase Flying Nun rüber zur Memphis-Institution Goner. Und das nicht umsonst: Auf „Now For Example“ scheinen die Australier ihren Stil zwischen straightem Garagenrock und jangligem Indie-Pop gefunden zu haben.

Wolf Mountains – Urban Dangerous (Treibender Teppich Records)

Kevin Kuhn hat immer noch… ach lassen wir das. Wolf Mountains melden sich mit ihrem dritten Langspieler zurück und haben einmal mehr die Hits mitgebracht. „Urban Dangerous“ ist das bislang zugänglichste Album des Stuttgarter Trios. Das heißt aber nicht, dass die Wolf Mountains ihre Weirdness an den Nagel gehängt haben – im Gegenteil. Auch auf der dritten Platte gibt es wieder jede Menge Verspultes zwischen Post-Punk, Surf, Garagenrock und Psych zu entdecken.