Schrammelwoche KW35 mit Dump Him, Ezra Furman, Ilgen-Nur, Mean Jeans

Wir erholen uns noch ein bisschen von den Folgen vom grandiosen Get Lost Fest 7 und ihr? Trotzdem haben wir es irgendwie geschafft, die Platten der Woche zusammenzustellen. Diesmal mit Dump Him, Ezra Furman, Ilgen-Nur und den Mean Jeans!

Dump Him – Dykes To Watch Out For (Get Better Records)

Ist das der beste Albumtitel aller Zeiten? Ziemlich nah dran auf jeden Fall. Basiert natürlich auf dem legendären Comic von Alison Bechdel (ja, die mit dem Test). Aber da hört der Spaß noch längst nicht auf: „Dump Him“ ist ein zuckersüßes und gleichzeitig superschrammeliges Pop-Punk-Brett mit Haltung, das von vorne bis hinten Bock macht. Tut euch selbst einen Gefallen und besorgt euch diese Platte.

Ezra Furman – Twelve Nudes (Bella Union)

Hatte sich Singer-Songwriter Ezra Furman bislang mehr dem schunkeligen Americana verschrieben, geht’s auf „Twelve Nudes“ auf einmal richtig ab. Ganz tief drinnen stecken natürlich immer noch Vorbilder wie Guthrie und Springsteen, aber die neue Platte grenzt nicht nur an Punk, sondern ist Punk. Highlight ist und bleibt natürlich nach wie vor diese Stimme…

Ilgen-Nur – Power Nap (Power Nap Records)

Schon lange hingen wahrscheinlich keine so hohen Erwartungen mehr an einer Indie-Rock-Platte aus Deutschland – und Ilgen-Nur liefert unbekümmert einfach ab. „Power Nap“ ist weniger schrammelig als noch die „No Emotions“ und ihr Superhit „Cool“, das tut den starken Songs aber keinen Abbruch.

Mean Jeans – Gigantic Sike (Fat Wreck Chords)

Nach immerhin 3,5 Alben voller Ramones-Core-Hits machen Mean Jeans aus Portland auch auf „Gigantic Sike“ einfach weiter das, was sie am besten können: Ramones-Core-Hits am Fließband. Dafür sind sie in dieser Ecke aber auch einfach eine der besten Bands around. Songs wie „Party Line“ oder „What The Fuck Is Up Tonight?“ gehen einfach steil, von daher haben wir immer noch nicht genug.