Schrammelwoche KW34 mit Sheer Mag, Keele, Kaptain Kaizen, Ceremony und Jay Som

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album, Compilation oder EP – jede Woche haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte. Diese Woche kurz und knackig mit Sheer Mag, Keele, Kaptain Kaizen, Ceremony und Jay Som.

Sheer Mag – A Distant Call (Wilsuns Recordings)

2017 haben Sheer Mag mich mit ihrem Debütalbum “Need to Feel your Love” ganz schön umgehauen und mit dem Nachfolger “A Distant Call” geht es mir da kaum anders. Die Band aus Philadelphia hält an ihrem Erfolgsrezept fest und mischt erneut Retro-Hard-Rock mit Punk. Hier und da wird das Soundspektrum etwas erweitert oder auch mal gekonnt ein Gang runtergeschaltet wird, aber vom mitreißenden DIY-Charakter geht dabei nichts verloren.

Keele – Kalte Wände (Rookie Records)

Die Hamburger Band Keele veröffentlicht mit “Kalte Wände” ihr zweites Album und hat fleißig am eigenen Sound geschraubt. Boten sich beim Debüt noch die üblichen Vergleiche mit den üblichen Verdächtigen an, fällt dies beim neuen Longplayer deutlich schwieriger und warum sollten wir das auch erzwingen. Deutschsprachiger Indie-Punk klang in diesem Jahr bisher selten besser.

 

Kaptain Kaizen – Alles und Nichts (This Charming Man)

Kaptain Kaizen haben ihr neues Album “Alles und Nichts” bei This Charming Man veröffentlicht und das ballert vom ersten Song an ganz ordentlich. Wer deutschsprachigen Punkrock der schrofferen Gangart mag, ist bei den Jungs aus Mannheim an der richtigen Adresse.

 

Ceremony – In The Spirit World Now (Relapse)

Ceremony erfinden sich von Platte zu Platte ja gerne mal neu. “In The Spirit World Now” ist da keine Ausnahme. Für das neue Album haben die Kalifornier ihre Synthies ausgepackt und verbreiten wavigen 80s Vibe.

Jay Som – Anak Ko (Polyvinyl)

Geschrammelt wird auf Jay Soms neuen Album “Anak Ko” weniger, trotzdem ist diese Dream-Pop-Indie-Perle auf jeden Fall eine Empfehlung wert.