Schrammelwoche KW30 mit B Boys, Civic, Dude York, Mikey Erg, Petite League

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album, Compilation oder EP – jede Woche haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte. Diese Woche mit B Boys, Civic, Dude York, Mikey Erg, Petite League.

B Boys – Dudu (Captured Tracks)

Nach „Dada“ kommt „Dudu“. Klar soweit? Die B Boys werden wohl die ewigen Parquet-Courts-Vergleiche nicht mehr abschütteln können, hauen sie doch mit ihrer zweiten Platte abermals in die gleiche zackige Post-Punk-Kerbe. Ist die erste Hälfte noch etwas langatmig, zieht „Dudu“ anschließend nochmal ordentlich an und macht unterm Strich durchaus Bock.

Civic – Selling, Sucking, Blackmail, Bribes 7″

Zurzeit läuft bei uns ja neben „Patience“ vor allem die neue Booji Boys auf Heavy Rotation. Civic aus Melbourne gehen mit einer ähnlichen durchgeknallten Energie zu Werke wie die Kanadier und hier zwei wilde Schrammelpunk-Brecher raus, die ordentlich Dosenbierlaune machen. Wir behalten das mal im Auge.

Dude York – Falling (Hardly Art)

Deutlich poppiger als zuletzt kommen Dude York auf ihrem neuen Album „Falling“ daher. Das mag daran liegen, dass Bassistin Claire England vermehrt die Vocals und das Songwriting übernommen hat. „Falling“ ist eingängiger Pop-Punk-Indie-Rock, der seine Faszination für die 90er und 00er Jahre nicht verbergen kann, will und sollte.

Mikey Erg – Waxbuilt Castles (Don Giovanni)

Die lebende Pop-Punk-Legende Mikey Erg liefert hier ein kleines, aber feines Soloalbum zwischen Singer-/Songwriter, Power-Pop und Schrammelrock ab. Manchmal muss es gar nicht mehr sein.

Petite League – Rattler (Zap World Records)

„Rattler“ ist schon das vierte Album von Petite League und es scheint, als hätte die Band aus Brooklyn mit den vielen Baseball-Referenzen ihren Sound gefunden. So klingt die wie ein zuckersüßes Indierock-Album von circa 2004, allerdings schön Lo-Fi durch ein Telefon geschrammelt und gesungen. Genau so mögen wir es.