Schrammelwoche KW14 mit Control Top, Gurr, Martha, Patio und PUP

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album, Compilation oder EP – jede Woche haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte. Heute mit Control Top, Gurr, Martha, Patiound PUP!

Control Top – Covert Contracts (Get Better Records)

Wie so viele gute Bands der letzten Jahre kommen auch Control Tops aus Philadelphia. „Covert Contracts“ ist das Debüt des Trios und das vereint noisigen und aggressiven Punk mit hibbeligen Dance Beats, wie man es schon lange nicht gehört hat. Super!

Gurr – She Says EP (Gurr Records)

Gurr setzten ihren Siegeszug durch Deutschland und die Welt fort und haben es zwischendurch irgendwie noch fertiggebracht, ihre neue „She Says EP“ aufzunehmen und selbst zu veröffentlichen. Etwas wenig garagig als noch auf dem Debütalbum darauf zu, aber nicht min spaßig. Der beste Song ist komischerweise das deutschsprachige „Zu Spät“.

Martha – Love Keeps Kicking (Big Scary Monsters)

Seit mittlerweile drei tollen Alben tanzen Martha aus Durham, UK, auf dem fragilen Grenzzaun zwischen zuckersüßem Indie-Pop à la Sarah Records und hymnischem DIY-Pop-Punk. Kein Wunder, dass sie damit bei uns offene Türen einrennen. Auch „Love Keeps Kicking“ ist wieder ein Knaller, der uns noch eine ganze Weile begleiten wird.

Patio – Essentials (Fire Talk Records)

Für diejenigen, die seit zwei Jahren auf was Neues von The Courtneys warten, haben wir hier vielleicht eine Ersatzdroge. Als Gag von zwei Musikjournalistinnen aus New York gegründet, machen Patio um die Ecke gedachten Post-Punk mit treibenden Rhythmen und tollem, mehrstimmigem Gesang. Für einen Witz nicht schlecht, im Gegenteil!

PUP – Morbid Stuff (Little Dipper Records)

Die (kleine) Erfolgsgeschichte von PUP ist im Punk schon beispiellos – und hochverdient. Denn die Band macht nicht nur kontinuierlich fantastische Musikvideos, sondern tourt sich auch seit Jahren den Arsch ab. Und lässt sich dabei auch nicht von der ärztlichen Diagnose abhalten, dass Sänger Stefan Babcock seine Stimme verlieren könnte, wenn er so weitermache. Aber das ist längst Schnee von gestern. Auf ihrer dritten Platte „Morbid Stuff“ schaffen PUP es, ihren einzigartigen Mix aus Pop-Punk, Emo, Post-Hardcore noch weiter zu perfektionieren, ohne dabei ihre Wurzeln zu verraten.