Schrammelwoche KW11 mit Nanami Ozone, Steve Adamyk Band und Uranium Club

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album, Compilation oder EP – jede Woche haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte.  Heute mit Nanami Ozone, Steve Adamyk Band und Uranium Club.

Nanami Ozone – NO (Tiny Engines)

Zuckersüße Melodien, eingehüllt in einen samtigen Vorhang aus Fuzz – da können wir einfach nicht widerstehen. Nanami Ozone sind ein Quartett aus Phoenix sowohl mit Frauen- und Männerstimme, das mit „NO“ sein zweites Album vorlegt. Darauf schlägt die Band mal sanftere („Erase Time“), mal härtere („3 Mile Drive“) an und steht damit in einer Reihe von Neo-Shoegaze-Bands wie Ringo Deathstarr oder Nothing und macht dabei vor allem auf der ersten Albumhälfte vieles sehr gut.

Steve Adamyk Band – Paradise (Dirtnap Records)

Die Steve Adamyk Band bedarf wohl hier keiner Vorstellung mehr. „Paradise“ ist das sechste Album der Band aus Ottawa und einmal mehr handelt es sich um einen echten Power-Pop-Kracher. Nur das letzte Stück, „The Deep End“, liegt über der 3-Minuten-Schallgrenze, sodass man schon anhand der Tracklist erahnen kann, in welchem Tempo es hier zur Sache geht: ausschließlich im Vollgas.

Uranium Club – The Cosmo Cleaners (Static Shock)

(Minneapolis) Uranium Club haben eine Kunst daraus gemacht, nervige Songs zu schreiben, die doch nicht nerven, sondern irgendwie geil sind. Alle nervigen Zutaten sind da: viel zu hibbelige Gitarren, irrwitziges Tempo, ein Sänger, der mehr leiert als singt – sogar eine Autoalarmanlage! Ich bin schon fast maximal genervt bzw. trommele wie irre auf dem Schreibtisch bei der Arbeit rum, als plötzlich die Spotify-Werbung dazwischen bolzt und mir irgendwas mit Fernstudium und Führungsposition andrehen will. Wir halten fest: Es gibt nerven und nerven. Uranium Club nerven jedenfalls überhaupt nicht, sondern haben ihr eine Platte mit sieben super Songs für Freunde von Parquet Courts und Bodega. abgeliefert!