Schrammelwoche KW7/8 mit Abjects, The Cowboys, Ellen and the Degenerates, Herzog, Neànder

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album, Compilation oder EP – jede Woche haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte. Heute u. a. mit Abjects, The Cowboys, Ellen and the Degenerates, Herzog und Neànder.

Abjects – Never Give Up (Yippee Ki Yay Records)

Das international besetzte Garage Punk-Trio Abjects haben wir euch neulich schon vorgestellt – jetzt ist die Platte da. „Never Give Up“ changiert munter zwischen punkigeren Nummern und einem abgehangenen Wüsten-Sound, die Mischung aus englischen und spanischen Lyrics bringt dabei willkommene Abwechslung rein. Die Abjects gewinnen vielleicht keinen Originalitätspreis, ziehen aber ihren Stiefel durch und machen deswegen dennoch viel Spaß.

The Cowboys – The Bottom Of A Rotten Flower (Feel It Records)

Mit ihrer vierten Platte liefern The Cowboys ein kleines Schrammelrock-Meisterwerk ab. Das hörbar große Vorbild sind ganz offensichtlich die Kinks. Aber die Band aus Bloomington, Indiana, schafft es, den Sixties-Garagen-Sound in ihr ganz eigenes Midwestern-Bubblegum-Punk-Gewand zu verpacken und gleich 16 Ohrwürmer daraus zu fabrizieren. Demnächst hoffentlich auf eurem Rock’n’Roll-Dancefloor!

Ellen and the Degenerates – Return Of The Herb (War Fever Recordings)

Ellen and the Degenerates haben nicht nur einen der besten Bandnamen aller Zeiten, sondern seit vergangener Woche auch ein spitzenmäßiges Pop-Punk-Album auf der Haben-Seite. Songs wie „Beach Dumpster“, „Dumb 2 Exist“ und „Dancing With Myself“ machen richtig Bock und vor allem Vorfreude auf den Sommer, wenn wir mit offenen Fenstern und Ellen and The Degenerates in den Sonnenuntergang brettern.

Herzog – Me vs. You (Exit Stencil Recordings)

Fünf Jahre haben sich Herzog aus Cleveland für ihren Nachfolger des fantastischen Vorgängers „Boys“ Zeit gelassen. Inzwischen sind sie zum Teil Väter geworden und lassen es dementsprechend auch etwas ruhiger angehen als noch 2014. Das heißt aber nicht, dass auf „Me vs. You“ keine schrammeligen Hits mehr wären – im Gegenteil: Der Opener „Music Was The Language From When I Mattered“ haut gleich voll auf die Zwölf, „Living Wrong“ ist eine echte Hymne und die Single „Little Bugs“ sowieso. Und: Es soll dieses Jahr sogar noch eine weitere Platte folgen!

Neànder – Neànder (Through Love Records)

Während die ebenfalls für diese Woche angekündigte Candlemass eher mau ausfällt, setzen Neànder eines der ersten Doom-Ausrufezeichen für 2019. Auf ihrer selbstbetitelten Platte arbeiten sich die Berliner gekonnt an instrumentalem Post-Rock und -Metal sowie Doom ab. Starkes, atmosphärisches Teil, das live bestimmt auch ordentlich rummst.