Schrammelwoche KW6 mit Bob Mould, Flat Worms, Die Goldenen Zitronen, Heavy Lungs

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album, Compilation oder EP – jede Woche haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte. Heute u. a. mit Bob Mould, Flat Worms, Die Goldenen Zitronen und Heavy Lungs.

Platten der Woche

Bob Mould – Sunshine Rock (Merge)

Bob Mould scheint ganz offensichtlich die Sonne aus dem Arsch. Und warum auch nicht? Mittlerweile im dritten Karrierefrühling schüttelt der Meister locker flockig ein Hitalbum nach dem anderen aus dem Ärmel. Auch auf „Sunshine Rock“ spürt man ab der ersten Note, dass Mould immer noch Bock hat. Einziger Wermutstropfen: Angesichts von sonnigen Indie-Rock-Songs in Dur wie dem Titeltrack, „What Do You Want Me To Do“, „Camp Sunshine“ oder „Send Me A Postcard“ kommt die Platte fast ein bisschen früh – wünscht sich beim Hören doch direkt in den Sommerurlaub.

Flat Worms – Into The Iris (Drag City)

Für das zweite Album von den Flat Worms aus müssen wir uns leider immer noch gedulden. Immerhin gibt es dafür mit „Into The Iris“ schon die zweite EP innerhalb kurzer Zeit und wieder hat Ty Segall als Produzent seine Finger im Spiel. Zusammengesetzt aus aktuellen und ehemaligen Mitgliedern von Thee Oh Sees, Kevin Morbys Band und den Dream Boys (u.a. Justin Sullivan von Night Shop) rennt die Garage Punk-Truppe aus L.A. bei uns natürlich offene Türen ein. „Shouting At The Wall“ ist ein Superhit!

Die Goldenen Zitronen – More Than A Feeling (Buback)

Die Goldenen Zitronen sind zurück und haben „more than a feeling“, dass in diesem Land was nicht stimmt. Musikalisch bisweilen etwas nervtötend – also alles wie immer -, sind die Ansagen umso mehr auf den Punkt. Man sollte jedem Mitglied von Bundesregierung und Bundestag dringend ein Exemplar des Albums in die Hand drücken – und hätte angesichts der obszönen Größe beider Institutionen damit vermutlich schon Platz 1 der Charts geknackt.

Heavy Lungs – Straight to CD EP (Balley Records)

Heavy Lungs aus Bristol veröffentlichen ihre zweite EP “Straight to CD” mit vier neuen Songs. Der Sound der Band um Frontmann Danny Nedelko (ja, der Danny Nedelko aus dem gleichnamigen Idles-Song) hat durchaus Parallelen zu eben jenen Idles: markanter Gesang, drückender Bass, eine gut funktionierende Mischung aus Rohheit und Groove sowie eine amtliche Portion Charme. Mehr davon, bitte!

Und sonst so

The Cavemen – Lowlive EP (Slovenly Recordings)

Powersolo – Back Stab (Slovenly Recordings)