Schrammelfreitag KW37 mit Akne Kid Joe, Booji Boys, Conan, Fred Thomas, Night Shop, The Dirty Nil, The Intelligence

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album oder EP – jeden Freitag haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte. Heute mit Akne Kid Joe, Booji Boys, Conan, Fred Thomas, Night Shop, The Dirty Nil und The Intelligence.

Akne Kid Joe – Karate Kid Joe (Kidnap Music)

Ist „Die zündende Idee“ der deutschsprachige Song des Jahres? Absolut. Sind Akne Kid Joe die derzeit schlauste Band Deutschlands? Vermutlich. Brauchen wir mehr Zwei-Akkorde-Punk für ein Morgen ohne Deutschland? Eindeutig. Solltet ihr direkt auf euren Drahtesel steigen und euch „Karate Kid Joe“ organisieren? Ja, verdammt.

Booji Boys – Unknown Pleathers (Sewercide Records)

Nach dem fantastischen „Weekend Rocker“ im letzten Jahr haben uns die Booji Boys auf ihrer neuen EP ein paar weitere Garage Punk-Knaller mitgebracht. Die Songs stammmen aus derselben Aufnahmesession wie das Album und klingen daher auch wie aus einem Guss. Vor allem der Titeltrack ist wieder ein Superhit.

Conan – Existential Void Guardian (Napalm Records)

Die britischen Doom-Metaller legen auf ihrem vierten Album nochmal eine Schippe drauf: „Existential Void Guardian“ ist zackiger als die Vorgänger, aber dafür nicht minder brutal: Conan schlagen feste in die Magengrube wie immer. Nicht gerade was fürs Wohnzimmer – live dafür eine Macht!

Fred Thomas – Aftering (Polyvinyl)

Wunderhübsches Indie-Pop-Album, das den goldenen September nochmal schöner macht. Mit „Altar“ findet sich sogar ein Feature der tollen Anna Burch auf der Platte. Es müssten einfach alle dringend mehr Fred Thomas hören, dann sähe die Welt schon ganz anders aus.

Night Shop – In The Break (Woodsist Records)

Night Shop ist das Soloprojekt von Justin Sullivan. Der spielt(e) sonst bei tollen Bands wie The Babies, Worriers und Kevin Morby und haut hier sein erstes „eigenes“ Album raus. Von letzterem ist Night Shop auch nicht total weit entfernt – daher kommt die Platte auch folgerichtig bei Woodsist raus. Aber Sullivan kann richtig singen! Anspieltipps: „The One I Love“, „Road To Carolina“, „I Was Alone“.

The Dirty Nil – Master Volume (Dine Alone Records)

The Dirty Nil können es einfach nicht lassen. Nach postmodernen Hits wie „Wrestle Yü To Hüsker Dü“ schreiben sie einfach konstant weiter Rock-Hymnen, die man nur schwer wieder aus dem Ohr kriegt. Nächste Woche übrigens auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg zu sehen!

The Intelligence – Live in San Francisco (Castle Face Records)

Höchst unterhaltsames Live-Album der Garagenrock-Veteranen aus Seattle. Lars Finberg klingt fantastisch und hat hörbar Spaß. Die Aufnahme ist insgesamt sehr gelungen und man kann mal wieder froh sein, dass es Castle Face gibt.