Schrammelfreitag KW34 mit Beach Goons, Ethers, Exhalants, Mantar, Matula

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album oder EP – jeden Freitag haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte. Heute mit Beach Goons, Ethers, Exhalants, Mantar und Matula.

Beach Goons – Hoodratscumbags (GRNDVW Recordings)

Nach mehreren EPs hauen die Beach Goons aus San Diego ihr erstes Album raus. Darauf gibt’s einen witzigen Mix aus Garagenrock und Surf, teils mit mexikanischen Einflüssen, immer schön sonnig – pünktlich zum Sommerende im Deutschland?!

Ethers – Ethers (Trouble In Mind Records)

Ethers sind Bo Hansen, Mary McKane, Russ Calderwood und Matthew Rolin – und damit quasi eine Chicagoer Supergroup. Alle Mitglieder waren nämlich vorher in szeneprägendenden Combos wie Heavy Times, Outer Minds, Radar Eyes und The Runnies aktiv. In der neuen Zusammensetzung zelebriert das Quartett Schrammelrock im eigentlichen Sinne. Tut euch selbst einen Gefallen und besorgt euch diese Platte!

Exhalants – Exhalants (Self Sabotage Records)

Exhalants aus Austin fackeln auf ihrer ersten Platte ein stattliches Noise-Punk-Brett ab. Das ganze Album wurde in nur acht Stunden live aufgenommen – und die rohe Energie hört man auch. Vielleicht nicht ganz so aggro wie Metz erzeugt das Trio eine irre Wucht, die ich gern mal auf der Bühne sehen würde.

Mantar – The Modern Art Of Setting Ablaze (Nuclear Blast)

Eine kleine Delle hat die Mantar-Story durch diese bescheuerte Plattencover-Nummer ja schon bekommen. Damit haben sich Hanno und Erinc keinen Gefallen getan. Ich jedenfalls kann mich nicht wirklich unbeschwert auf „The Modern Art Of Setting Ablaze“ einlassen, wie ich es bei einem neuen Album der Brachial-Metaller gerne würde. Am Ende kann man sich der Power des Duos aber nur schwer entziehen. Auf der dritten Platte legen die beiden soundmäßig noch eine Schippe drauf und sind damit wohl endgültig nicht mehr underground.

Matula – Schwere (Zeitstrafe)

Vier Jahre nach „Auf allen Festen“ melden sich die Hamburger Punkrock-Darlings mit „Schwere“ zurück. In den vier Jahren sind Matula merklich nachdenklicher und reifer geworden und zum ersten Mal finde ich eher die Midtempo-Nummern gut. Fuck, bin ich jetzt etwa selber alt? Während Sänger Thorben immer noch verschollen ist, casten die drei anderen sicherheitshalber schon mal einen neuen Sänger – und haben mit Deniz Jaspersen (Herrenmagazin) auch schon einen Top-Ersatz. Wir freuen uns auf die Reunion mit Thorben im Herbst!