Schrammelfreitag KW33 mit Black Tusk, Oh Sees, Sonny Falls

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album oder EP – jeden Freitag haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte. Heute mit Black Tusk, Oh Sees und Sonny Falls.

Black Tusk – T​.​C​.​B​.​T. (Season Of Mist Records)

Nach dem tragischen Tod ihres Bassisten und Sängers Jonathan Athon sind Black Tusk mit ihrem sechsten Studio Album zurück. Auf „T​.​C​.​B​.​T.“ (Taking Care of Black Tusk) verabschiedet sich die Band aus Savannah zunehmend von den Metal-Elementen, die auf den letzten Alben noch wesentlicher Bestandteil ihres Sounds waren. Stattdessen arbeiten sich Black Tusk Riff für Riff durch ein treibendes Hardcore/Punk/Sludge-Gemisch, das man gerne als eintönig kritisieren darf oder sich einfach mal kompromisslos reinballern kann. Ich empfehle Letzteres.

Oh Sees – Smote Reverser (Castle Face)

Ich behaupte wahrscheinlich nicht zu viel, wenn ich sage, dass die Oh Sees (Thee Oh Sees, OCS, wie auch immer) maßgeblich dafür mitverantwortlich sind, dass es „Schrammel Brothers“ überhaupt gibt. Der neue Wurf von John Dwyer und Band ist – es war nicht anders zu erwarten – fantastisch. Pflichtkauf.

Sonny Falls – Some Kind of Spectre (Sooper Records)

Songwriter Ryan Hoagie Wesley Ensley aus Chicago schreibt melancholische Songs über kaputte Beziehungen und Abhängigkeit und verpackt das Ganze mit seiner Band in einen Sound irgendwo zwischen Power-Pop und Americana, Built To Spill und Neutral Milk Hotel. Super!