Schrammelfreitag KW25 mit Dumb, Mommy Long Legs und Surf Dads

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album oder EP – jeden Freitag haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte. Heute mit Dumb, Mommy Long Legs und Surf Dads.

Dumb – Seeing Green (Mint Records)

Mit ihrem nöligen Sprech-Singsang, den groovigen Post-Punk-Bassläufen und der ultratrockenen Aufnahme erinnern Dumb aus Vancouver bisweilen an die hier sehr verehrten Parquet Courts. Das ändert aber nichts daran, dass „Seeing Green“ von vorne bis hinten super ist. Und wo PC gerade den Rock’n’Roll retten, hatten Dumb ganz offensichtlich einfach nur eine geile Partyplatte im Sinn. Kann ja nicht schaden!

Mommy Long Legs – Try Your Best

Nach „Life Rips“ hauen die vier Schrammelrockerinnen aus Seattle in bester DIY-Manier ihr zweites Album „Try Your Best“ raus. Darauf geht’s bisweilen etwas Lo-Fi zu, Songs wie „Alien“ und „Bridezilla“ sind aber absolute Ohrwürmer. Dabei sollte man sich nicht vom spaßigen Sound-Gewand täuschen lassen. Hier gibt’s auch ernste Themen wie bei „Abortion“, mit denen sich Mommy Long Legs in die Reihe feministischer Punk-Bands einreihen. Gut!

Surf Dads – Long Weekend (Grind Central Records)

2016 konnten wir das Duo aus Regina, USA, schon beim Reeperbahn Festival begutachten. Und das hat durchaus Laune gemacht: Poppiger Indierock mit schön verzerrtem Gesang, der nur ein Tempo kennt: Vollgas. Vergangenes Jahr gab’s dann das Debütalbum „All Day Breakfast“. Jetzt legen die Surf Dads passend zum Wochenende mit „Long Weekend“ eine neue EP vor, die ebenfalls wieder mit sommerlichen Hits gespickt ist.