Schrammelfreitag KW23 mit High Pony, Pllush, Resounding No, Snail Mail, Spiritual Cramp, The Get Up Kids, YOB

Ob Fuzz, Punk oder Doom, ob Album oder EP – jeden Freitag haben wir für euch Schrammelplatten, die man sich anhören sollte. Heute mit High Pony, Pllush, Resounding No, Snail Mail, Spiritual Cramp, The Get Up Kids und YOB.

High Pony – Nothing Here Is Mine

High Pony aus Brooklyn geben auf ihrem selbstveröffentlichten, zweiten Album 38 Minuten lang Vollgas. Erinnert hier und da an Cloud Nothings, Happy Diving und Milk Music und damit einige unserer Favourites: Vertrackte Rhythmen, heiserer Gesang, geiles Fuzz-Brett – supergut!

Pllush – Stranger To The Pain (Father/Daughter)

Spannendes Indierock-Debüt mit mehrstimmigem Gesang und zuckersüßen, bisweilen melancholischen Hooks. Die Einflüsse des Quartetts aus San Franciso liegen irgendwo zwischen Guided By Voices, Mazzy Star und Slowdive.

Resounding No – Gross Dominance (State Champion)

Spannende Debüt-EP aus dem Garden State New Jersey zwischen Garagenrock, Shoegaze und Feedback-Orgien. Schön noisig und gleichzeitig poppig!

Snail Mail – Lush (Matador)

Nach Soccer Mommy ist Snail Mail die nächste große Indie-Rock-Hype-Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Matador hat sich direkt das Debüt der blutjungen Lindsey Jordan und ihrer Band geschnappt. Aber: Auch hier sind die Songs tatsächlich einfach gut.

Spiritual Cramp – Police State (Deranged Records)

Endlich sagt mal wieder wer was gegen den Bullenstaat. „Police State“ ist die zweite EP des Punk-Sextetts Spiritual Cramp aus San Francisco, das zuletzt unter anderem als Support von Turnstile und American Nightmare unterwegs war. Soundmäßig geht’s aber um The Clash, The Clash, The Clash. Trotzdem (oder deswegen?) vier gute Songs.

The Get Up Kids – Kicker EP (Big Scary Monsters)

Dass ich das noch erleben darf. Eine meiner früheren Lieblings-Bands liefert nach ein paar langweiligen Platten nochmal ab. „Kicker“ zeugt von wiedergefundener Spielfreude und hat wie (fast) immer bei den Get Up Kids einfach Songs mit tollen Melodien – und zwar gleich vier mal! Der Opener „Maybe“ ist ein Superhit.

YOB – Our Raw Heart (Relapse)

Zutiefst persönliches, teilweise deprimierendes, aber auch kathartisches Riff-Gewitter von den Metal-Veteranen YOB. Pflichtplatte für Doom-Metal-Fans.