Throwback Thursday: 20 Jahre „Apocalypse Dudes“ von Turbonegro

„Gimme Death Punk, Baby“

Ich kann mich nicht mit absoluter Sicherheit daran erinnern, wann ich das erste mal auf Turbonegro gestoßen bin. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich auf irgendeiner Indie-/Alternative-Party das erste Mal „Get It On“ gehört habe und sofort den DJ nach dem Song fragen musste. So war das eben im Pre-Shazam-Zeitalter.

Mein Bild von Punk zu dieser Zeit war vor allem durch kalifornische Skate-Punkbands geprägt. Turbonegro waren anders und stachen mit ihrem Denim-Look, Matrosenmützen und geschminkten Gesichtern deutlich hervor. Gepaart mit ihrem energiegeladenen Punk’n’Roll Sound und wildem, homoerotischen, hedonistischen Auftreten, formte sich das zu einer enorm anziehenden Mischung, was nicht viele Bands in dieser Zeit geschafft haben.

Am 2. Februar 2018 haben Turbonegro ihr aktuelles Album “Rock’n’Roll Machine” veröffentlicht, exakt 20 Jahre nach der Veröffentlichung von “Apocalypse Dudes”. Außer Frage, “Rock’n’Roll Machine” ist ein gelungenes Album. Den Norwegern ist es gelungen, trotz vieler personeller Veränderungen, ihren Sound zu verändern ohne ihre Identität aufzugeben. Den Impact von “Ass Cobra” und “Apocalypse Dudes” wird aber wohl keine Turbonegro Platte mehr erreichen.

Ich glaube, ich stehe nicht allein mit der Meinung da, dass “Ass Cobra” und “Apocalypse Dudes” die essentiellen Turbonegro Alben sind, die in keiner gut sortierten Plattensammlung fehlen sollten. Ich mag sie beide, 20 Jahre später, immer noch sehr: “Ass Cobra”, soundmäßig noch etwas rauer und einfacher produziert, gefolgt von der deutlich fetter produzierten “Apocalypse Dudes”, auf der der Turbonegro Sound zur Hochform aufläuft, was nicht zuletzt auch dem neu eingestiegenen Gitarristen Euroboy zu verdanken ist.

Zurecht gehört die Platte zu den 1001 Albums You Must Hear Before You Die.

Get It On

Are You Ready (For Some Darkness)

Apocalypse Dudes (Albumstream)