Review: The Dutts – The Dutts

The Dutts

Warum ist eigentlich alles so kacke? The Dutts wissen es auch nicht so genau, aber sie haben zumindest was dagegen. Nämlich ihr herrlich schrammeliges Debütalbum „The Dutts“, das einen schön aus dem „Suppenkoma“ ballert, in das man ja doch jeden Tag wieder fällt, während man sein niederes Dasein in einem sinnlosen Bürojob (vielleicht sogar ausgerechnet in einer dieser Agenturen!) fristet.

Gitarre, Schlagzeug, Bass und jede Menge Feedback – mehr braucht das Trio aus Hamburg nicht, um auf den Punkt zu kommen. Und zwar in Form von acht Garage Punk-Brettern, davon kaum eins länger als zwei Minuten. Summa summarum eine Viertelstunde Album. Trotzdem leisten sich The Dutts ein „Intro“, und das gibt dann auch gleich die Marschroute vor: auf die Fresse, „bis es quietscht“. In Folge kann man sich zu Songs wie „Braindead“, „Problems“ oder „At My Party“ nach Feierabend allerbestens Schnäpse über die Kutte kippen.

Aufgenommen wurde die Chose wie fast immer beim in Schrammelrock-Fachkreisen längst zum Kult avancierten Tape-Label la pochette surprise von Velvet Bein (u. a. Dolphin Lovers, Sick Hyenas, Swutscher). Dieser hat das Album so eingefangen, wie wir die Band auch live kennen: schön rau und dreckig. Der eigentliche Knaller ist aber Folgendes: Gemastert wurde „The Dutts“ von Jeff Burke. Ja, genau, der Jeff Burke von The Marked Men, Radioactivity und Bad Sports. Eine Schrammelpunk-Legende und damit genau die richtige Adresse für eine Band, die keine Gefangenen nimmt.

Dosenbier-Faktor: Alles Paletti!

The Dutts – „The Dutts“ erscheint als Tape auf la pochette surprise.

The Dutts Tourdates

08.03. Dresden – Chemiefabrik + The Haermorrhoids
09.03. Leipzig – TIFF + The Lost Jobs
10.03. Berlin – Villa Kuriosum + Super Creeps
09.05. Hamburg – Molotow + Radioactivity + Bad Sports
18.05. Kiel – Schaubude + Radioactivity + Bad Sports
22.06. Hamburg – Stubnitz + Pisse